3. Teil – Einmal Abenteur und zurück

IMG_5864

 

Von La Baule Escoublac nach l’aéroport de Biarritz Anglet Bayonne (LFBZ)

In der Morgensonne gibt es einen heißen Kaffee vom Gaskocher dazu süße Kekse. Nach kurzer Verabschiedung von unserem zotteligen Nachbarn „Mister Ed“, haben wir unsere Zelte abgebrochen und alles wieder in den kleinen Prinzen verstaut. Um 12: 00 Uhr geht es für uns wieder den Himmel entgegen – „Following the coastline“.

Slideshow: Von La Baule, la Rochelle, Royan, entlang der Küste

Vor uns erstreckt sich die französische Küste, jetzt sind alle Häuser weiß. Vorbei an la Rochelle, Royan und Soulac-sur-Mer. Es folgt reichlich sattes grün, die Silberküste, aufgeforstet mit Strandkiefern, entlang 100 km langem feinen Sandstrand, der Parc Naturel Régional des Landes de Gascogne, ist eines der beliebtesten französischen Urlaubsregionen.

Wir fliegen durch ganz ruhige Luft, ein Traum, die Zeit verfliegt, wir können diesen Streckenabschnitt in vollen Zügen genießen. Wir in unserem kleinen Flieger, blicken durch das Fenster zur Welt, so surreal. Arm in Arm, hier oben, die Küste zieht an uns vorbei. Wenn ich doch die Zeit anhalten könnte, den Augenblick behalten nur für einen kleinen Moment.

Slideshow: Sandstrand, Parc Naturel bis Biscarosse

Der Funk läuft perfekt, An- und Ummelden, die Franzosen sind bestens zu verstehen und geben klare Anweisungen. Auf Höhe Banc d´Arguin weist uns die Fis (Fluginformationsdienst) auf ein vor uns liegendes Militärsperrgebiet hin und gibt uns gleich einen Ausweichkurs mit dazugehöriger Höhe, so ein Komfort. Von oben sehen wir, mitten im Grün, eine riesige Abschussrampe, es ist die Raketentestanlage Celm in Biscarosse, ein Raketenforschungszentrum, 70 Kilometer südlich von Bordeaux, direkt an der Atlantikküste.

Dann tauchte es schon vor uns auf, die im französischem Baskenland liegende Sonnenstadt, Biarritz. Klar und deutlich zu verstehen bekommen wir die Genehmigung für den Anflug auf Biarritz per Funk. Wir dürfen die Landebahnrichtung frei wählen und einen direkten Anflug machen, sie waren sehr freundlich.

Slideshow: Flugplatz Biarritz (LFBZ)

Der Flughafen Biarritz ist groß und wird z.B. von Air France, Easyjet, Ryanair angeflogen und von uns. 😉

Für kleine Flugzeuge gibt es heute nur noch 4 Abstellflächen, diese muss man vorher reservieren, daran hatten wir nicht gedacht. Wir tanken unseren kleinen Prinzen, heute darf unser Prinz auf der Abstellfläche übernachten. Die Abstellflächen sind alle reserviert, sie tun ihr bestes und rufen uns an, wenn der kleine Prinz noch einen weiteren Tag hier stehen darf. Vor dem Flughafen schnappen wir uns ein Taxi, wir fragen nach einem günstigen und zentralen Hotel zum Übernachten. Es ist Hochsaison in Biarritz, See- und Heilbad an der französischen Atlantikküste, aber das Glück ist mit uns.

Der Legende nach hatte das schöne junge Mädchen Miarritze einen Traum: Gott verspricht ihr, die Seele seines Dieners Martin in ihr entlegenes Land zu schicken. Er werde als bunter Vogel erscheinen, der einen Fisch mit goldenen Schuppen im Schnabel trägt, als Zeichen des Reichtums, der den armen Leuten an der Küste geschenkt werde. Die Bewohner finden einige Tage später tatsächlich einen Eisvogel. Durch Miarritze veranlasst, bauen sie Schiffe, um auf Walfang zu gehen. Eines Tages strandet ein Schiff, Miarritze nimmt die Seefahrer, die sich Biarrins nennen und aus der Gascogne kommen, auf. Sie wird die Frau des Anführers und daraus entsteht der Name der Stadt Biarritz.

Slideshow: Biarritz, Küstenstadt vor den Pyrenäen

Ein kleines 3 Sterne Hotel mitten in Biarritz wird unser Domizil, 5 Minuten zu Fuß zum Strand, 2 Minuten Stadtmitte. Auf Empfehlung unseres Onkels Timmy, einem sehr guten Fliegerfreund und Jörgs Vater, ebenfalls ehemaliger, passionierter Flieger, mögen wir doch auf jedenfalls bei Chez Albert einkehren, wenn wir in Biarritz angekommen sind, ein tolle Fischrestaurant im Hafen, in dem sie vor 40 Jahren zusammen sehr gut gespeist haben. Noch von unserem Hotel aus reservierten wir für den Abend einen Tisch für 2 Personen. Oooh, sagte das Hotelpersonal, Chez Albert, eine exquisite Wahl.

Der Atlantik, die Küste, die Wellen, die Sonne, die Pyrenäen, wir genossen den Tag, hier tobt das Leben. Gegen Abend kehrten wir dann im Chez Albert, am alten Fischerhafen ein, draußen standen sie Schlange, wir reiten uns ein, alle ohne Reservierung wurden sofort wieder weggeschickt. Dann wurden wir an unseren Tisch geführt, schön, draußen, mit Blick auf den Hafen, im Rücken die Sainte-Eugénie Kirche.

Dann kam die französische Karte, wir schauten nach links und nach rechts, fragten den Kellner, wir bestellten, eine von den gemischten Platten (Plateaux de fruits de mer), wie alle um uns herum. Sie kam und sah einfach phantastisch aus, eine Delikatesse, doch leider nicht für uns. Alle um uns herum wahren begeistert, sie aßen Schnecken und kalten Fisch. Doch, so sehr der Gourmet jetzt mit uns schimpfen mag, für uns öffnete sich eine Schublade, wir legten 100 Euro hinein und schlossen sie wieder mit dem Wort „Erfahrung“. Weiter oben in der Stadt hatten wir einen Laden mit großer, heißer Paella Pfanne gesehen, Paella satt,  im „Le Palmarium“, mhmmm das wurde ein lustiger Abend.

Slideshow: Chez Albert

Wir setzten uns auf eine Bank, genossen die Skyline vor den Pyrenäen, mit den Lichtern und dem Meer, Zeit zum Verweilen, die warme Luft ist toll. Ein Anruf vom Flugplatz, sie teilten uns mit, dass unser kleiner Prinz noch einen Tag länger stehen bleiben darf, dann müsste er aber definitiv weg.

Toll, denn Biarritz ist einen weiteren Tag wert. Das Wetter ist phantastisch, warm, blauer Himmel, Sonne, tolle Luft, hohe Wellen, wir stehen auf einem Markt, essen viel heißen Fisch & Spezialitäten mit Blick auf das Meer. Wir entdecken die atemberaubende Küstenlandschaft, baden an allen Stränden, riesige, tobende Wellen, sorgen hier für richtigen Badespaß. Wir hängen am Strand unseren Gedanken nach, essen Grillspezialitäten, Salat, Käse, Schinken, wie Gott in Frankreich, schlendern durch die Stadt, zum Supermarkt, kaufen wieder französische Wurst und Käse. Drehen uns im Kreis, stehen zum 2. Mal vor dem Supermarkt. Wo ist das Hotel? Abwärts geht es zum Hafen. Wir drehen eine Ehrenrunde durch Biarritz, nutzen diese jedoch für ein „Auf Wiedersehen“.

Slideshow: Biarritz, atemberaubende Küstenlandschaft

Hohe Wellen, das Meer, Sonne, französchische Küche …  … wir nehmen Abschied bei einem Glas französichem Rotwein avec beaucoup d’amour.

Im Hotel, studieren wir die Spanien und Portugal Karte, im Salon des Hotels erstelten wir die Flugplanung für den nächsten Tag bis spät in die Nacht. Oh je, Wettervorhersage für morgen… … Ab mittag schlägt das Wetter um, alles dicht, keine erneute Wetterbesserung für die nächste Woche in Sicht, wir bestellten das Taxi für 8:00 Uhr. … Schaffen wir es noch über die Pyrenän?

… Oder endete unser Abenteuer einmal Portugal und zurück hier. Das erfahrt ihr im 4. Teil – Einmal Abenteur und zurück, bis bald.

IMG_5885

Von la Baule nach Biarritz

Hier geht es zum 2. Teil – Einmal Abenteuer und zurück bitte
Von Schiphol nach Midden Zeeland nach la Baule

Hier geht es zum 1. Teil – Einmal Abenteuer und zurück bitte
Von Rendsburg vorbei an Schiphol nach Midden Zeeland

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.