Ærø – dänische Inselidylle (EKAE)

Letztes Wochenende waren wir auf Ærø (Ahorninsel). Wir wissen, dass für den Flug von Rendsburg nach Ærø kein Flugplan benötigt wird. Für unseren Sommerurlaub (Richtung Portugal) wollten wir den Ablauf jedoch einmal offiziell üben. Also haben wir auf englisch einen Flugplan aufgegeben, uns bei Bremen, dann bei Kopenhagen gemeldet und gefunkt haben wir von Anfang bis Ende in englischer Sprache. Prima, gar nicht schwer und es hat alles sehr gut geklappt. – Jetzt haben wir das auch einmal gemacht. 🙂

Auf Ærø gelandet, die Piste ist eine Grasbahn, nicht besonders gut gemäht, aber ausreichend. Es gibt einen kleinen Kiosk, Toilette und Dusche sind auch am Platz, um in eine Ortschaft zu gelangen, gibt es Fahrräder zum Ausleihen. Ich, zur Hälfte Dänin, habe den Flugleiter dann gefragt, wie weit es nach Ærøskøbing sei und ob er uns etwas empfehlen kann.

Er sagte, dass es einen neuangelegten, wunderschönen Radweg direkt entlang der Küste bis nach Ærøskøbing gibt. Das klang gut. Er holte eine Karte hervor und zeigte uns den Weg zu dem Radweg. Er wies uns darauf hin, dass wir für den kürzesten Weg, nur ein ganz kleines Stück vom Flugplatz aus bis zum neuen Radweg, durch unwegsames Gelände müssten. So war es dann auch. 😉

Slideshow: Radweg vom Flugplatz nach Ærøskøbing

Also 2 Fahrräder ausgeliehen (für den stolzen Preis von 9,50 € pro Stück, da wir ansonsten sehr verwöhnt mit den Leihgebühren für Fahrrädern sind, waren wir kurz etwas stutzig). Rauf auf den Drahtesel, über die Felder entlang eines Pfades, der nur durch die Spur eines Träckers zu erkennen war, rechts abbiegen, dann wieder rechts und immer den hoppeligen Grasweg zwischen den Feldern entlang. Doch dann war es geschafft und vor uns lag der schön angelegte Fahrradweg, direkt entlang der Küste bis zur malerischen Stadt Ærøskøbing. Genauso wie ich es mir vorgestellt hatte, traumhaftschön, frische Meeresluft, warme Sonne und wunderschöne Natur.

Ærø ist etwa 30 km lang und bis zu 6 km breit. Wichtiger Hafen und größter Ort ist Marstal im Osten. Doch für uns ging es heute zur Stadt Ærøskøbing mit ihren engen Gassen und denkmalgeschützten Fachwerkhäusern aus dem 18. Jahrhundert. Die „Märchenstadt“ hat seit 1522 die Stadtrechte.

Slideshow: Fachwerkhäuser in Ærøskøbing

Wir haben uns die vielen bunten Fachwerkhäuser angeguckt und im Hafen Fisch gegessen. Dann entdeckte ich in der Ferne einen dänischen Netto-Markt. Schon war ich dabei, im Kopf meine Einkaufsliste mit dänischen Leckereien zusammenzustellen und achtete gar nicht darauf, das der Parkplatz ziemlich leer war. Vor dem Eingang angekommen, öffnetet er sich nicht, ich suchte nach den Öffnungszeiten, jeden Tag von 8:00-20:00 Uhr. Dann suchte ich weiter und auf dem Fußboden hinter dem Eingang lag ein Schild:

Lukkedage – Grundlovsdag: LUKKET hele dagen den 5. juni. Es war Grundlovsdag (Tag des Grundgesetzes – dänischer Nationalfeiertag) und der Netto-Markt hatte an diesem Tag geschlossen. Dies erklärte auch, warum in der Stadt nicht so viel los war. Also keine dänischen Leckerreien für zu Hause.

Slideshow: Ærøskøbing  – Hafen

Auf dem Rückweg haben wir uns noch ein selbstgemachtes Eis gegönnt und sind dann den Radweg, diesmal nicht mit Rückenwind 😉 wieder zurück geradelt. Da wir nicht unbedingt, die leidenschaftlichen, regelmäßigen Radfahrer sind, tat uns jetzt schon der Hintern weh, aber die schöne Natur tröstete uns darüber hinweg. Einen Stopp haben wir noch beim Freilufthotel gemacht, eine schöne kleine Anlage zum Übernachten. Die Anlage ist privat und gehört zur Villa Blomberg, übernachten erlaubt. 🙂

Am Flugplatz angekommen haben, wir noch 2 sehr freundliche Fliegerkamaraden kennengelernt und sind dann wieder direkt nach Rendsburg geflogen, ein schöner Ausflug und vielleicht besuchen wir beim nächsten Mal die Stadt Marstal.

Ærø Flyveplads

5960 Marstal

Telefon +45 2020 2032

www.ekae.dk

Landebahn: Gras 790×30 m (15/33)

Frequenz: 123.175

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Tach ihr beiden.
    Waren am 05.06.2015 auf Äero. In eurem Beitrag sind 2 sehr freundliche Fliegerkameraden beschrieben, hoffe das waren wir, Cordula & Helmut vom FMO-EDDG auf dem Weg nach Rügen. Wir waren von St. Michaelisdon gekommen und sind eine Nordtour geflogen. Würden euch gern wiedersehen, haben auch den Kontakt in sehr guter Erinnerung.

    Grüße Cordula & Helmut

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